TanzKunst-Projekte 
im kulturellen und sozialen Feld 
(seit 2009)

 Tanz & Kunst im Dialog mit Kindern & Jugendlichen

Rückblicke/Einblicke 

Seit 2009 konnte ich innerhalb meiner freiberuflichen Tätigkeit an der Freien Kulturschule e.V. (u.a. im Team mit Claus Kohr/Bildende Kunst und Heike Köhler/Stockkampfkunst) die Etablierung der sozial-künstlerischen Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Felde der kulturellen Bildung verwirklichen und dazu beitragen, diese sozial-künstlerische Projektarbeit langfristig in der Region zu verankern.

Dank einer kontinuierlichen Förderung durch kommunale, landes- und bundesweite Förderprogramme konnte sich bis dato eine vielfältige Zusammenarbeit mit Schulen, Förderschulen, Jugendeinrichtungen, Hochschulen und Museen entfaltet (http://www.freie-kulturschule-ka.de/kooperationspartner-förderer/)

So konnte ich die Freie Kulturschule e.V. als freien Bildungsträger vertreten u.a. 2013 auf der landesweiten STARTER-Konferenz "Kulturbeauftragte an Schulen" am ZKM Karlsruhe (veranstaltet durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg), 2018 auf dem GTF-Symposium "Tanz der Dinge/Things that dance" (KIT Karlsruhe), 2019 auf dem GTF-Symposium "Sense(a)tion" (Hochschule für Gestaltung und Kunst/HfGK Zürich) oder 2019 auf der Arbeitstagung der GTF "Tanzpädagogik - Qualifizierung, Tätigkeitsfelder und Berufsbild" an der Ruhr-Universität/RUB Bochum. 

Im Frühjahr 2019 wurde die Freie Kulturschule e.V. schließlich durch Jurybeschluss als institutionelles Mitglied aufgenommen in den Bundesverband "AktionTanz - Tanz in Bildung und Gesellschaft" (www.aktiontanz.de). 

Parallel konnte durch meine freiberufliche Tätigkeit als Museums- und Tanzhistorikerin am Badischen Landesmuseum Karlsruhe (https://www.landesmuseum.de/) und die Projektleitung des Pilotprojekt "Tanz & Museum" (2006 - 2014) speziell der "Lernort Museum" für einen "bewegten" Zugang zu Kulturgeschichte exploriert werden.

Die Ergebnisse wurden 2018 auf dem 5.Tanzpädagogischen Forschungstag der GTF an der Universität Bielefeld einem interessierten Fachpublikum präsentiert (LINK: https://www.gtf-tanzforschung.de/fileadmin/Redaktion/PDF/Forschungstag_Programm_2018.pdf)

Seit 2019 besteht eine Projekt-Kooperation mit der Städtischen Galerie Karlsruhe/ZKM, innerhalb welcher speziell der "bewegte" Zugang zur Bildenden Kunst weiterführend erforscht werden soll (LINK: https://www.karlsruhe.de/b1/kultur/kunst_ausstellungen/museen/staedtische_galerie.de)

Für 2021 ist eine Online-Publikation zum Konzept "Tanz & Museum" in Planung.

Bild:

 Claus G. Kohr "Eurydike, tanzend"

Interkultureller Multiplikator*innen-Workshop 2020
„Labyrinthe als Symbol für Wandlung – bewegt, getanzt, gemalt“

Das Labyrinth als ein verbindendes und kulturübergreifendes Symbol schafft einen Erfahrungs-Raum, um in eine innerlich und äußerlich bewegte, erlebnisorientierte Begegnung mit sich und den anderen zu kommen. Themen des 1tägigen Workshops sind u.a. Ankommen/Aufbruch, Wege/Umwege, Zentrierung/Wendung, Wandlung/Neuorientierung. Kulturgeschichtliche Hintergründe ermöglichen zusätzliche Einblicke in Labyrinth-Rituale verschiedenster Weltkulturen. Tanz- und Malkenntnisse sind KEINE Voraussetzung! 

Medien: Meditative Tänze, Phantasiereisen/Malen, Kreatives Schreiben

Leitung: Katharina Stoye (Tanztherapeutin/Kulturwissenschaftlerin)

Veranstaltungstermin: SA, 21.11.2020/ 10.00 - 16.30 Uhr

Ort der Veranstaltung: BOGENRAUM/Gewerbehof , Steinstraße 23, 76133 Karlsruhe (Haltestelle: Marktplatz) 

Kooperationspartner: SRH Heidelberg/Caritas Baden-Baden/Stadt Baden-Baden

 

IN MEMORIAM:

TEXT von Ursula Stoye (Labyrinth-Workshop 2004) 

"Meinen Weg finden 

Meinen Weg gehen

Lernen im Verweilen

Und mich selbst verstehen

Innen wie außen

Oben wie unten -

Harmonie im Kosmos"

 

EINBLICKE zum WORKSHOP (21.11.2020)

Bewegungsimprovisation "Gesten des Abschieds/Gesten des Neubeginns" & Malen der Bewegungserfahrungen:

https://photos.app.goo.gl/ZEN15cuVPDNG81Bt5

Verraumung & Labyrinth-Setting

https://photos.app.goo.gl/p6UfWrF3gqT3D29K6

Labyrinth-Symboliken & Bewegungsmeditation 

https://photos.app.goo.gl/S6sLiy1pw3aru6cCA

M.-Chace-Kreis & Labyrinth-Zeitreisen

https://photos.app.goo.gl/SQmYy6gGHpiG9bx87

 

Der Workshop wurde (angepasst an Pandemiestufe 3) auf max. 5 TN begrenzt  !

Die jeweiligen Corona-Hygiene-Standards orientierten sich an der bundesweiten Handlungsorientierung von AktionTanz:

https://aktiontanz.de/2020/06/28/link-und-informationssammlung-zu-corona-und-tanzvermittlung/

 

Ministeriell gefördert durch das 
Ministerium für Soziales und Integration

MASTERPLAN Jugend 2020

2019/20

Tanzperformance-Projekt
 
"Exil, Heimat und Fremde - gestern und heute. 
Eine künstlerische Hommage an Charlotte Salomon"

Die junge jüdische Berliner Künstlerin Charlotte Salomon (1917/Berlin - 1943/Auschwitz) thematisiert in "Leben oder Theater?" auf innovative Weise - nämlich im Stile einer "Graphic Novel" - das Fremdsein, das Exil und ihre existentielle Einsamkeit. Sie sucht nach ihrer individuellen Identität mit allen Konflikten und Sehnsüchten.


"(…) Und sie sah sich vor die Frage gestellt, sich das Leben zu nehmen oder etwas ganz Verrückt-Besonderes zu unternehmen (…) Sie sah mit wachgeträumten Augen all die Schönheit um sich her, sah das Meer, spürte die Sonne und wusste: sie musste für eine Zeit von der menschlichen Oberfläche verschwinden und dafür alle Opfer bringen – um sich aus der Tiefe ihre Welt neu zu schaffen (…)"


Charlotte Salomons autobiographisches Werk diente uns als Vorlage zur szenisch-choreografischen Arbeit. Dabei steht der schöpferische und kreative Prozess im Mittelpunkt. 

Sowohl ausgewählte "Bild-Szenen" als auch ausgewählte (die Graphics begleitende) Texte waren uns Inspiration, um diese im Tanz im Hier und Jetzt künstlerisch zu kommentieren. 

Anliegen des Projektes ist daher die Suche nach einem individuellen Zugang und einer Aktualisierung einiger biografischer Grundthemen Charlottes:

Trauer, Einsamkeit & Hoffnung in der Fremde

Natur & Kunst als Heimat

FamilienGeschichte(n)

Einsamkeit/Zweisamkeit/Dreisamkeit

Selbstbildnis & Selbstwerdung

 

Rückmeldung einer Workshop-Teilnehmerin (Dezember 2019):

"Ich bin (...) unglaublich dankbar für die gemeinsame Zeit und Auseinandersetzung mit Charlotte Salomon (die ja so halb meinen Namen trägt).

 Ich wünsche euch eine gelingendes Projekt und intensive Auseinandersetzung - mega wichtig auch im Sinne der Erinnerungskultur sich mit solchen Dingen zu beschäftigen. Also toitoitoi!"

 (Salome V.)

Exil-Gedicht 
der Großmutter Charlottes  beim Abendspaziergang in der Natur

 

„Von Schmerz und Grauen ist die Welt erfüllt.

Nicht herrschen Sitte und Vernunft.

Zerstört sind Freundschaft und Vertrauen.

Stehen wir am Abbruch einer neuen Zeit ?

Ach, wäre doch der Friede nicht so weit.

 

Doch, wie der Menschen Sinne sich auch wandeln -

Es bleibt Natur, unwandelbar und schön.

Der Vögel Lied erschallt, die Blumen blühn.

Und ringsum hüllt des Mondes Silberschein

Meer, Berg und Tal in lichten Nebel ein.

 

Wozu – das Fragen nach dem Sinn der Schöpfung ?

Wozu – das Forschen nach woher, wohin ?

So wie Natur vergehend bleibt bestehen,

so wird auch unsre Asche nicht vergehen !“

aus:

CHARLOTTE SALOMON: Leben ? Oder Theater ? S. 313 (Prestel-Verlag)

 

Folgeprojekt 2021 siehe: 

https://www.tanzkunst.org/tanzkunst-performances

 

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